Was ist ein Quilt?

 

Das Wort Quilt stammt aus dem Englischen und heißt wörtlich übersetzt einfach Steppdecke. Er besteht aus mindestens zwei, in der Regel aus drei Lagen: dem Oberteil (genannt Top), einem Vlies in der Mitte und einer Rückseite. Das Top besteht aus vielen einzelnen Stücken und Farben, zusammengesetzt ergeben sich dann unterschiedliche Muster. Das Vlies ist der wärmende Teil des Quilts und ist ein Gewebe aus Baumwolle oder Polyester oder einem Gemisch aus Beidem. Die Rückseite schließlich besteht in der Regel aus Baumwolle und wird meist aus einem Stück gefertigt. Um die drei Lagen miteinander zu verbinden, wird gesteppt, das nennt man quilten. Dabei entstehen individuelle Muster und eine plastische Dimension, die einen faszinierenden Kontrast zur farbenfrohen Oberseite darstellt.

Quilts gibt es schon seit dem Mittelalter, als Ober- und Unterstoffe mit einer wärmenden Mittelschicht versehen und mit Steppstichen zusammengehalten wurden, es entstanden sowohl Gebrauchsgegenstände in Form von Decken als auch wärmende Winterkleidung. Durch aufwändige Muster und Steppungen entwickelten sich daraus schnell regelrechte Kunstobjekte. Besonders die Auswanderer, die nach Amerika kamen und nur wenige Habseligkeiten auf die beschwerliche Reise mitnehmen konnten, fertigten aus zerschlissenen Kleidungsstücken, aus denen die "besten" Stücke ausgeschnitten wurden, wärmende Decken. Bis heute haben diese handwerklich hochwertigen Decken einen großen Stellenwert in der Familie, als Erbstück oder Geschenk zu besonderen Gelegenheiten wie Geburt (Babyquilt) oder Hochzeit (Brautquilt) oder eben dem Memoryquilt als Andenken an eine Person oder eine Lebensphase.

 

 

 

 

Schattenquilt aus den Kleidungsstücken meiner Mutter